Mähroboter Winterpause: So lagern Sie Ihr Gerät richtig ein
Kurz & knapp: Ein Mähroboter überwintert am besten gereinigt, mit teilgeladenem Akku und frostfrei im Haus. Die Ladestation kommt abgebaut dazu, die Kabelenden im Garten werden vor Feuchtigkeit geschützt. Wer diese Schritte im Herbst erledigt, vermeidet die beiden häufigsten Frühjahrsdefekte: den tiefentladenen Akku und korrodierte Kontakte.
Genau Ihr Fall? Jetzt Formular ausfüllen und Mähroboter einsenden (2 Minuten) →
Redaktion: Technikretter-Team · Fachlich geprüft vom FBB-Werkstattnetz · FBB-Service Management GmbH, Springe. Unabhängiger Reparaturservice, genannte Marken gehören ihren jeweiligen Inhabern, keine Autorisierung durch Hersteller.
Wann die Saison endet
Gras wächst ab etwa 6 bis 8 Grad Bodentemperatur kaum noch. Sobald die Nächte regelmäßig kalt werden und der Rasen sichtbar zum Stillstand kommt, ist der richtige Zeitpunkt, meist zwischen Mitte Oktober und Anfang November. Lassen Sie den Roboter nicht bis zum ersten Frost draußen arbeiten. Nasses, kaltes Gras wickelt sich um den Messerteller, und bei Temperaturen nahe null nimmt der Akku beim Laden Schaden.
Viele Modelle lassen sich in der App oder am Display in einen Wintermodus versetzen. Das ersetzt die Einlagerung nicht. Es verhindert nur, dass der Roboter bei einer milden Woche im Dezember losfährt.
Reinigung vor der Einlagerung
Sicherheit zuerst: Hauptschalter aus, bei Modellen mit herausnehmbarem Akku den Akku entnehmen. Drehen Sie den Roboter auf eine weiche Unterlage und entfernen Sie Grasreste mit einer Handbürste, einem Holzspatel und einem trockenen Tuch. Ein Hochdruckreiniger hat am Mähroboter nichts verloren, der Wasserstrahl drückt Feuchtigkeit an den Dichtungen vorbei bis auf die Hauptplatine. Was daraus folgt, beschreibt der Ratgeber Wasserschaden nach Regen.
Prüfen Sie beim Reinigen den Messerteller: Sitzt er fest, dreht er frei, sind Grasfasern um die Achse gewickelt? Nehmen Sie die Klingen ab und entsorgen Sie stumpfe Messer. Neue Klingen kommen erst im Frühjahr drauf, damit sie über den Winter keinen Flugrost ansetzen. Reinigen Sie außerdem die Räder, die Ladekontakte am Gerät und die Kontaktflächen an der Station mit einem trockenen Tuch. Kein Kontaktspray, keine Schleifpaste, das Material ist dünn.
Akku: Ladestand und Lagertemperatur
Der Lithium-Ionen-Akku ist das empfindlichste Bauteil in der Winterpause. Zwei Fehler kosten am meisten Kapazität: Lagerung mit vollem Akku bei Wärme und Lagerung mit leerem Akku über Monate. Im zweiten Fall sinkt die Zellspannung unter die Schutzgrenze des BMS, der Akku lässt sich im Frühjahr nicht mehr laden, und der Roboter zeigt „Kein Akku“ oder bleibt dunkel.
Laden Sie den Akku vor der Einlagerung auf etwa 50 bis 70 Prozent, sofern der Hersteller nichts anderes vorgibt. Manche Modelle haben eine eigene Winterladefunktion. Lagern Sie das Gerät trocken bei 5 bis 20 Grad, also im Keller, in der Abstellkammer oder in einer frostfreien Garage. Ein unbeheizter Gartenschuppen ist ungeeignet. Kontrollieren Sie den Ladestand nach etwa acht Wochen und laden Sie bei Bedarf nach. Wie Sie den Zustand des Akkus beurteilen, erklärt der Ratgeber Akku-Reichweite schwach.
Aufgeblähter Akku: Wölbt sich das Akkufach, riecht es süßlich oder ist das Akkugehäuse verformt, laden Sie nicht weiter und lagern Sie das Gerät nicht in Wohnräumen. Ein solcher Akku darf nicht verschickt werden. Beschreiben Sie den Zustand über das Formular, wir klären das weitere Vorgehen mit Ihnen.
Ladestation abbauen und Kabelenden schützen
Trennen Sie das Netzteil vom Stromnetz und lösen Sie die Anschlüsse des Begrenzungskabels und des Suchkabels an der Station. Netzteil und Station gehören ins Haus. Die Elektronik der Station verträgt zwar Regen, aber keine wochenlange Nässe bei Frost, und die Ladekontakte korrodieren im Winter am schnellsten. Das Begrenzungskabel bleibt im Boden.
Die offenen Kabelenden sind der häufigste Grund für „Kein Schleifensignal“ im Frühjahr. Kupfer, das monatelang feucht liegt, oxidiert bis unter die Isolierung. Schützen Sie die Enden mit gelgefüllten Verbindern oder Klemmen, die für Erdverlegung vorgesehen sind, und wickeln Sie sie zusätzlich in einen Gefrierbeutel. Isolierband allein reicht nicht, es zieht Wasser. Markieren Sie die Enden mit Klebeband und Stift, dann sparen Sie sich im Frühjahr die Suche.
Checkliste für die Winterpause
| Schritt | Was zu tun ist | Warum |
|---|---|---|
| Hauptschalter aus | Gerät ausschalten, gegebenenfalls Akku entnehmen | Sicherheit beim Reinigen, kein Ruhestrom |
| Reinigen | Bürste, Spatel, trockenes Tuch, kein Wasserstrahl | Grasreste halten Feuchtigkeit und fördern Korrosion |
| Messer | Alte Klingen abnehmen, Messerteller prüfen | Kein Flugrost, freie Achse im Frühjahr |
| Akku | Auf 50 bis 70 Prozent laden, nach acht Wochen prüfen | Schutz vor Tiefentladung und Kapazitätsverlust |
| Lagerort | Trocken, 5 bis 20 Grad, nicht im Schuppen | Zellen altern bei Frost und Hitze schneller |
| Ladestation | Netzteil trennen, Station ins Haus | Ladekontakte und Elektronik bleiben trocken |
| Kabelenden | Gel-Verbinder, Beutel, Markierung | Verhindert Oxidation und Schleifensignal-Fehler |
Frühjahrs-Check vor dem ersten Mähen
Im März oder April kommt die Gegenprobe. Stellen Sie die Station auf, schließen Sie die Kabel an und prüfen Sie die Statusanzeige: Leuchtet sie dauerhaft, ist die Schleife in Ordnung. Blinkt sie, ist meist ein Kabelende korrodiert oder ein Verbinder hat Wasser gezogen. Erst danach kommen neue Klingen auf den Messerteller, mit den mitgelieferten Schrauben und ohne Fett.
Laden Sie den Akku vollständig in der Station und lassen Sie den Roboter den ersten Umlauf unter Beobachtung fahren. Achten Sie auf Geräusche aus den Radmotoren und aus dem Messermotor, auf schiefe Fahrt und darauf, ob der Roboter selbstständig zurück in die Station findet. Läuft ein Rad schwer oder meldet das Gerät „Messermotor blockiert“, obwohl der Teller frei dreht, hilft der Ratgeber Messer drehen nicht weiter. Prüfen Sie außerdem, ob eine Firmware-Aktualisierung ansteht, viele Hersteller verteilen sie über die App.
Diebstahl, Blitzschlag, Vandalismus oder Haftpflicht: Den einreichfertigen KVA für Mähroboter erstellen wir online als PDF, ab 25 €, mit Akzeptanz-Garantie. Kein Geräteversand nötig.
Zum Online-Kostenvoranschlag →Winter als Werkstattzeit nutzen
Wenn der Roboter in der letzten Saison bereits Schwächen gezeigt hat, etwa kürzere Laufzeiten, gelegentliches „Radmotor blockiert“ oder ein flackerndes Display, ist die Winterpause der beste Zeitpunkt für eine Einsendung. Es fehlt kein Mähtag, und im Frühjahr steht das Gerät einsatzbereit da. Unser Akku-Service mit Kapazitätstest und Prüfung der Ladeelektronik ist auf der Seite Mähroboter Akku-Service beschrieben.
Wie immer gilt: Nach der Diagnose erhalten Sie ein Festpreis-Angebot, die Reparatur beginnt erst nach Ihrer Freigabe. Lädt das Gerät nach dem Winter gar nicht mehr, obwohl Station und Netzteil in Ordnung sind, finden Sie im Ratgeber Mähroboter lädt nicht die Prüfreihenfolge, bevor Sie es einsenden.